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Je länger die Krise dauert, desto mehr sind die Eltern oder alle Erwachsenen gefragt, die sich mit Kindern beschäftigen. Mit der Maskenpflicht verändert sich einmal mehr das Stadtbild und wir werden alle noch offensichtlicher an das Virus erinnert.

Viele Eltern wollen jetzt wissen, wie sie mit der Situation umgehen sollen. Auch übertragen sich Stress, Ängste und Sorgen der Eltern auf die Kinder, die dadurch vielleicht noch mehr verunsichert werden.

Jetzt ist Aufklärung das Gebot der Stunde. Während wir mit den Kindern und Jugendlichen darüber sprechen, was gerade in der Welt passiert, sollen wir möglichst ruhig und entspannt bleiben, dabei die Fakten im Auge behalten und keine Panik verbreiten.

Kinder reagieren in ganz unterschiedlichen Altersstufen auch ganz unterschiedlich und haben mehr oder weniger Fragen oder Ängste. Sie brauchen jetzt ein stabiles Gegenüber, das authentisch ist. Eltern dürfen gerne zugeben, dass sie auch mal besorgt sind, nur bitte keine Panik zeigen.

Auch ist es wichtig sich immer wieder neu zu orientieren. Wo bin ich hier gerade? Bin ich hier sicher? Was mache ich gerade? Ist es dort, wo ich hingehe für mich sicher? Was kann ich tun, damit ich mich sicher bewegen kann? Wie kann ich mich schützen?
Diese Fragen, gerade jetzt im Moment zu klären, sind von besonderer Bedeutung. Es gibt uns Halt und Sicherheit, wenn wir uns immer wieder bewußt machen, wie es gerade jetzt ist! Unser Nervensystem kann sich wieder beruhigen, wenn wir uns sicher fühlen und auch spüren, dass jetzt akut keine Gefahr besteht.

Dabei kann auch ein ganz normaler Tagesablauf mit einer guten Struktur sehr hilfreich sein. Regelmäßige Essens- und Spielzeiten, sowie bestimmte Zeiten für das Erledigte der Schulaufgaben geben ebenfalls Halt und Sicherheit. Siehe auch den Blockbeitrag „Strukturen und Rituale“.

Erst wenn sich so ein Gefühl von Sicherheit eingestellt hat, kann man versuchen so ein schwieriges Thema, wie die Pandemie, kindgerecht zu erklären.

Als Ausgangspunkt für so ein Gespräch habe ich zwei Bücher entdeckt. Sie erklären was ein Virus ist, warum es wichtig ist sich nicht anzustecken und dass man andere schützen muss, wenn man selbst erkrankt ist.

Das erste Buch ist „Willi Virus“ und das zweite Buch ist ganz neu erschienen und heißt „Ein Virus auf Reise“, das Kinder ab 3 Jahre ganz spielerisch über Covid 19 aufklärt.

Grundschüler wissen oft viel zu wenig über ihren eigenen Körper um zu verstehen, was so ein Virus im Körper anrichten kann. Hier sind die Eltern gefragt das kindgerecht zu erklären um dadurch auch klarzumachen wieso die Schutzmaßnahmen so wichtig sind und wie wir sie am besten einhalten.

Wichtig sind jetzt die Eltern als Vorbild und verlässliche Partner. Sollten Sie einmal mit dem schwierigen Thema wie Tod oder Abschied zu tun haben, so könnten die folgenden Punkt hilfreich sein:

Ruhe bewahren und inne halten

Das ist oft leichter gesagt als getan. Wählen Sie den Zeitpunkt für das Gespräch wenn Sie wirklich genügend Zeit haben. 
Atmen Sie erst drei mal tief ein und aus und beginnen erst danach mit dem Gespräch.


Information


Sammeln Sie vorher alle Fakten, sortieren Sie sie und teilen Sie diese dann altersrecht auf. Dazu eignen sich oft spezielle Bücher zu speziellen Themen.


Aufmerksam bleiben


Beobachten Sie Ihr Kind und nehmen Sie Stresssymptome wie z.B. Bauchschmerzen oder Unruhe wahr. Sprechen Sie offen mit dem Kind über Gefühle – auch Negatives gehört dazu.

 Sollten Sie sich weitere Sorgen machen, so suchen Sie in jedem Fall eine Beratungsstelle auf. Gerne dürfen Sie auch mich dazu kontaktieren.